Buchtipp/eBook/Ratgeber

Not Sorry – was schert mich, was andere denken? [Rezension]

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Ja! Dieses Buch ist sehr gut. Jedenfalls für das, was es bewirken will. Ich war noch nicht mal in der Hälfte angekommen, da habe ich schon gehandelt und frustrierende Verabredungen höflich abgesagt. Danke Sarah Knight! Sie öffnet einem die Augen für die vielen Male, bei denen man „Ja“ sagt, obwohl man besser nein gesagt hätte. Kennen Sie Leute, die unter der Last ihrer vielen Verpflichtungen schier zerbrechen, weil sie nicht gelernt haben, im richtigen Moment „Nein“ zu sagen? Dann schenken Sie ihnen dieses Buch. In vier Schritten leitet uns die Autoren durch unseren chaotischen Dachboden, im übertragenen Sinn all das, was wir so mitschleppen, und hilft uns, mal so richtig auszumisten. Nach den gerade sehr in Mode gekommenen Büchern, wie man sein Zuhause entrümpelt, geht es hier darum, sich unabhängig von der Meinung anderer zu machen oder sich sogar von ihnen ganz zu trennen.

Im englischen Original heißt das Buch „The Life-Changing Magic of Not Giving a F*ck „. Die Übersetzerin Sybille Uplegger hat sich sicher getreu an den Text der Enddreißigerin Sarah Knight gehalten, die zwischen New York und der Dominikanischen Republik pendelt. Statt zu schreiben, dass man zu etwas, das man nicht mag, „Nein“ sagt, wird regelmäßig, also mindestens zehn mal pro Seite,  „auf etwas scheißen“ benutzt und der Begriff „unhöflich“ mit „Arschloch sein“ beschrieben. Das hat mich ziemlich genervt. Ich hatte den Eindruck, Knight hält ihre LeserInnen für begriffsstutzig.

Außerdem sind die Beispiele allesamt aus der amerikanischen Lebenswirklichkeit. So wird lang und breit über die verschiedenen Hochzeitseinladungen oder Spendenaktionen berichtet und wie man damit umgeht. Es fällt natürlich nicht schwer, sich selbst Beispiele aus dem eigenen Umfeld auszudenken, aber dafür werden eben ziemlich viele Seiten verwendet.

Insgesamt halte ich das Buch für sehr zeitgemäß und hilfreich. Vielleicht bin ich mit 50+ nicht unbedingt die Zielgruppe und mich nerven deswegen die vielen Sch…Worte. Wen das nicht stört, wird dieses Buch mit Gewinn und Vergnügen lesen.

Not Sorry. Vergeuden Sie Ihr Leben nicht mit Leuten und Dingen, auf die Sie keine Lust haben / Sarah Knight. Aus dem Engl. von Sybille Uplegger. – Ullstein, 2016. – 224 S., ISBN 9783864930461

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Not Sorry – was schert mich, was andere denken? [Rezension]

  1. Pingback: Nun mal langsam! – Slow / vonWinfried Hille | litblogkoeb

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