Hausaufgaben

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? zu Online-Identität

Wer bin ich im Netz? Muss ich mich verstecken? Soll ich alles preisgeben?

Könnte ich noch einmal frisch im Netz anfangen können, müsste ich mir das sehr genau überlegen. Aber – ich mache schon seit 1997 im Netz aktiv mit, war unter den ersten 50 Webgrrls in Deutschland. (Sehe gerade, die gibt es immer noch 🙂 ) Damals hat man sich mit Datenschutz und Onlineidentitäten noch nicht beschäftigt. Es ging um Austausch und wie man neue Leute im Netz kennen lernt. Facebook und Google gab es nicht. Alles wurde über Mailinglisten und Chatrooms organisiert. (Die ersten Mails habe ich ausgedruckt, so stolz war ich, dass mir jemand antwortete.)

Kurz, meinen Namen kann ich aus dem Netz nicht mehr tilgen, also mache ich mir gar nicht erst die Mühe. Ich kann aber aufpassen, was ich poste, wie ich mit anderen im Netz umgehe (Netiquette) und ob die Bilder und Beiträge, die ich verbreite, meine eigenen sind.

Für Bibliotheken sehe ich zur Zeit den Vorteil, und nutze ihn auch, sich mit Fachkollegen zu vernetzen. Das funktioniert gut. In Deutschland sind Facebook und Twitter gut zu gebrauchen. Bei Tumblr sehe ich sehr gute Beiträge, die sich aber vor allem im englischsprachigen Raum abspielen.

Für meine Bibliothekskunden hoffe ich, dass sie langsam mitkriegen, dass ihre Bibliothek auch auf Facebook „funkt“. Dort sind wir sozusagen tagesaktuell, während die Homepage eher statisch ist und länger gültige Inhalte vermittelt.

Die Kombination Homepage und Facebook (evtl. auch Twitter) ist ideal. Auf Facebook kann ich täglich etwas zur Bibliothek posten, auf der Homepage gibt es verlässliche und weiterführende Informationen.

Als Bibliothek kann ich unbeschwert unter meinem Namen posten, da ich ja auch ganz unbeschwert in der Bibliothek stehe und meine Nutzer persönlich anspreche und betreue. Dort verschleiere ich ja auch meine Identität nicht.

Zur Frage „welchen Schwerpunkt … ihre Bibliothek bei ihrem Weg im sozialen Netz haben? Kommunikation / Vernetzung / Zusammenarbeit / Informationsaustausch“ haben könnte, kann ich nur sagen, dass alle Themen für mich gleich wichtig sind. Ich bin sehr gespannt, wie sich alles weiter entwickelt. Zur Zeit muss ich meinen Bibliothekskunden noch die Angst vor sozialen Netzwerken nehme. Die Kollegen sind da schon viel weiter.

Zum Identitätsmanagement kann ich noch sagen und raten: ich habe mehrere Email-Adressen, mit denen ich mich je nach Anforderung im Netz bewege. Zum Beispiel habe ich eine Adresse nur für die lästigen Registrierungen auf Seiten, die ich wahrscheinlich nur einmal besuche.

In Google habe ich alles abgestellt, was geht, damit die Suchergebnisse nicht zu sehr auf mich persönlich zugeschnitten werden. In Facebook habe ich verschiedenste Nutzerkreise angelegt. Wenn ich etwas persönliches aus meinem Alltag posten möchte, bekommen es nur die 10 Leute aus meinem engsten privaten Umfeld zu sehen. Anderes nur die Bibliothekskollegen usw.

Advertisements

Ein Kommentar zu “Wer bin ich und wenn ja, wie viele? zu Online-Identität

  1. Manchmal nervt es sehr, im öffentlichen Bereich zu arbeiten. Das war vor dem Internet schon so. Ich wäge zurzeit ab, was online stattfinden soll, denn bisher war ich nirgends online. Mir helfen die Netzworking-Wochen und vor allem eure Beiträge und das Ausprobieren. Am Ende werde ich sicher gut entscheiden können, wieviel ich online unter meinem Namen starten möchte.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s